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Ratgeber · Verjährung

Wann verjährt eine Forderung?

Stand: Juni 2026

Forderungen verjähren in der Regel nach drei Jahren (§195 BGB). Die Frist beginnt nicht am Rechnungstag, sondern mit dem Schluss des Jahres, in dem die Forderung entstanden ist (§199 BGB). Ein gerichtlicher Mahnbescheid kann die Verjährung hemmen - eine einfache Mahnung dagegen nicht.

Wann läuft deine Frist?

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Häufige Fragen

Wann verjährt eine Rechnung?

Die meisten Forderungen aus dem Alltag - offene Rechnungen, Honorare, Kaufpreise, Darlehen - verjähren in der Regel nach drei Jahren (§195 BGB). Diese Regelverjährung ist der Normalfall, von dem das Gesetz nur in besonderen Konstellationen abweicht.

Wann beginnt die Verjährungsfrist?

Die regelmäßige Verjährungsfrist beginnt nicht am Tag der Rechnung, sondern mit dem Schluss des Jahres, in dem die Forderung entstanden ist und du von den Umständen erfahren hast (§199 Abs. 1 BGB). Eine im März 2026 entstandene Forderung verjährt danach in der Regel mit Ablauf des 31. Dezember 2029.

Kann ich die Verjährung aufhalten?

Ja, das Gesetz kennt die sogenannte Hemmung: Bestimmte Schritte halten die Frist an, solange sie laufen (§§203 ff. BGB). Dazu gehört in der Regel die Zustellung eines gerichtlichen Mahnbescheids. Eine einfache Mahnung allein hemmt die Verjährung dagegen nicht.

Was passiert, wenn eine Forderung verjährt ist?

Verjährung lässt die Forderung nicht erlöschen, gibt dem Schuldner aber ein dauerhaftes Leistungsverweigerungsrecht (§214 BGB). Beruft er sich darauf, kann die Forderung gerichtlich nicht mehr durchgesetzt werden. Ob das im Einzelfall greift, hängt von den konkreten Umständen ab.

Gilt für alle Forderungen die Drei-Jahres-Frist?

Nein. Drei Jahre sind die Regel, aber das Gesetz kennt Ausnahmen mit längeren Fristen - etwa für titulierte Forderungen, die 30 Jahre durchsetzbar bleiben. Welche Frist konkret gilt, ergibt sich aus der Art der Forderung.

Das ist allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Kwitto ist ein Software-Werkzeug, das vorbereitet und rechnet - es bewertet deinen Einzelfall nicht und tritt nicht für dich auf.