Ratgeber · Vollstreckungsbescheid
Vollstreckungsbescheid: der Schritt nach dem Mahnbescheid
Stand: Juni 2026
Wann der Vollstreckungsbescheid kommt
Den Vollstreckungsbescheid kannst du beantragen, nachdem die zweiwöchige Widerspruchsfrist abgelaufen ist und der Schuldner weder widersprochen noch gezahlt hat (§ 699 ZPO). Der Antrag ist an eine Frist gebunden: Er ist spätestens sechs Monate nach Zustellung des Mahnbescheids zu stellen (§ 701 ZPO) - andernfalls verliert der Mahnbescheid seine Wirkung und das Verfahren müsste neu begonnen werden.
Was er bewirkt
Aus dem Vollstreckungsbescheid wird ein vollstreckbarer Titel, der 30 Jahre lang gültig bleibt - so lange hat die Forderung Zeit. Mit dem Titel wird die Zwangsvollstreckung möglich, etwa über einen Gerichtsvollzieher oder eine Pfändung. In seiner Wirkung steht er einem rechtskräftigen Urteil nahe, ist aber im automatischen Mahnverfahren deutlich schneller und günstiger zu erlangen.
Einspruch des Schuldners
Gegen den Vollstreckungsbescheid kann der Schuldner innerhalb von zwei Wochen Einspruch einlegen. Dann geht die Sache - wie beim Widerspruch gegen den Mahnbescheid - ins streitige Verfahren über, in dem die Forderung inhaltlich geprüft wird. Ab diesem Punkt beginnt die rechtliche Bewertung der Forderung. Kwitto bereitet vor und reicht nicht selbst ein; legt der Schuldner Einspruch ein, ist der Hand-off an einen Anwalt der saubere Weg.
Was kostet das Mahnverfahren?
Kwitto begleitet dich durch jeden Schritt - RDG-konform. Der Rechner zeigt die Gerichtsgebühr für deinen Forderungsbetrag; den Mahnbescheid-Antrag füllt Kwitto unterschriftsreif vor.
Häufige Fragen
Was ist ein Vollstreckungsbescheid?
Der Vollstreckungsbescheid ist der zweite Schritt im automatischen Mahnverfahren. Er folgt auf den Mahnbescheid, wenn der Schuldner nicht widerspricht und nicht zahlt. Aus ihm wird ein vollstreckbarer Titel, mit dem die Zwangsvollstreckung möglich wird - er steht damit einem rechtskräftigen Urteil in der Wirkung nahe.
Wann kann ich ihn beantragen?
Den Vollstreckungsbescheid kannst du nach Ablauf der zweiwöchigen Widerspruchsfrist beantragen (§ 699 ZPO), wenn der Schuldner weder widersprochen noch gezahlt hat. Der Antrag ist an eine Frist gebunden: Er ist spätestens sechs Monate nach Zustellung des Mahnbescheids zu stellen (§ 701 ZPO), sonst verliert der Mahnbescheid seine Wirkung.
Was kann ich mit einem Vollstreckungsbescheid machen?
Der Vollstreckungsbescheid ist ein vollstreckbarer Titel und 30 Jahre lang gültig. Mit ihm wird die Zwangsvollstreckung möglich - etwa über einen Gerichtsvollzieher oder eine Pfändung. So lange bleibt die titulierte Forderung durchsetzbar, auch wenn der Schuldner zunächst nicht zahlt.
Was, wenn der Schuldner Einspruch einlegt?
Gegen den Vollstreckungsbescheid kann der Schuldner innerhalb von zwei Wochen Einspruch einlegen. Dann geht die Sache - wie beim Widerspruch gegen den Mahnbescheid - ins streitige Verfahren über, in dem die Forderung inhaltlich geprüft wird. Ab diesem Punkt beginnt die rechtliche Bewertung, und der Hand-off an einen Anwalt ist der saubere Weg.
Das ist allgemeine Information, keine Rechtsberatung. Kwitto ist ein Software-Werkzeug, das vorbereitet und rechnet - es bewertet deinen Einzelfall nicht und tritt nicht für dich auf.